Die Zeit ist flüchtig und kostbar

31/12/2025

Die Zeit ist flüchtig und kostbar. Nichts erinnert mich so lebhaft an die Kürze und den hohen Wert der Zeit wie der Schluss eines Jahres.
Nie macht diese Betrachtung über die Flüchtigkeit der Zeit einen so tiefen Eindruck auf mein Herz wie bei der Rückschau auf das fast vergangene Jahr, welches auch ein wichtiges für uns und mich war. Wieviel Zeit ist mir ungenutzt entschlüpft, frage ich mich. Denn nur selten und dann nur mit allergrößter Mühe lässt sich etwas von dem Versäumten noch einholen.

Zeit ist für mich ein kostbares Gut, was ich sehr zu schätzen weiß, je älter ich werde und je mehr auch von meiner Lebenszeit abgelaufen ist. Zum Glück weiß nur der Allmächtige, wie viel Lebenszeit ich noch habe. Ich bin so dankbar für die Zeit, die ich schon hatte, und die ich mit dem verbringen konnte, was mich auch jetzt gerade mit Glück und einem wolligen Gefühl durchflutet, wenn ich nur daran denke … dem Erschaffen meiner Arbeiten.

Mein Talent, das umsetzen zu können, was aus meinen Gedanken entspringt, ist eine große Gabe, die ich nur von Gott erhalten habe und für die ich zutiefst dankbar bin. Dies ist auch eine Hauptantriebsfeder, dass ich mich mit der Natur und der darin enthaltenen göttlichen Schöpfung intensiv auseinandersetze. Es ist das Kostbarste, was wir hier auf Erden besitzen, denn sie bildet unseren Lebensraum und sorgt jeden Tag dafür, dass wir überhaupt existieren können.

Die in jedem Baum und in jeder Pflanze enthaltene Einzigartigkeit der Schöpfung möchte ich Ihnen durch meine Kunst etwas näherbringen. Dafür brenne und lebe ich. Es stellt auch ein Zeugnis meiner Dankbarkeit dar. Meine Werke stelle ich in ihren Dienst. Ich möchte das Numinose, ein intensives, nicht rational fassbares Gefühl des Göttlichen, das gleichzeitig Ehrfurcht, Staunen und Faszination in mir auslöst, wenn ich draußen in der Natur bin, durch meine Arbeiten auch auf Sie übertragen.

Zum Schluss möchte ich meiner großen Liebe Kirsten für das vergangene Jahr wirklich sehr danken. Tröster meiner Seele, wenn sich die Geister der Vergangenheit in meinem Kopf melden, meine wichtigste Beraterin, mein bester Freund, Seelenverwandte und die größte Liebe meines Lebens. Oft verzweifle ich an mir selbst, genüge mir nicht, bin von Unsicherheiten zerfressen … Kirsten ist wirklich immer für mich da. Auch um mir meinen eigenen Spiegel vorzuhalten, Dinge aufzuzeigen, die falsch laufen, und mich zu zwingen, mich intensiv mit mir auseinanderzusetzen.
All das fließt natürlich in meine Persönlichkeit und mein Werk ein, das dadurch auch ihre Handschrift trägt.

Danken möchte ich auch Bruder Jakobus Geiger, OSB, Benediktinermönch der Abtei Münsterschwarzach, für seine Unterstützung und die langen Gespräche.

Die oben gezeigte Arbeit ist gestern erst entstanden und die letzte dieses Jahres. Ich habe den kleinen Zweig (Früchte eines rispigen Blasenbaums) neben einem Baum beim Spaziergang am Straßenrand entdeckt.