Beseelte Orte, ein Projekt mit Kinder und jugendlichen der kath. Kirchengemeinde St. Maria und der Maria Ward Schule in Landau

Beseelte Orte, ein Projekt mit Kindern und Jugendlichen der kath. Kirchengemeinde Maria Himmelfahrt und der Maria Ward Schule, Landau in der Pfalz. Vor ca. zwei Jahren entwickelte ich die Idee der beseelten Orte. Ein Projekt für Kinder und Jugendliche, in dem es darum geht, einen selbst definierten Platz zu finden, mit dem besondere Gefühle, schöne Erinnerungen oder Momente in Verbindung stehen. Eben ein Ort, an den man immer wieder gerne zurückkommt, an dem man die Seele baumeln lassen kann, und sich beschützt und gut aufgehoben fühlt.
Umgesetzt haben wir das Projekt durch Kameras auf Basis einer Getränkedose, die zuvor jedes Kind unter unserer Anleitung selbst gebaut hat.
Die gesamte Belichtungszeit beträgt sieben Tage, bis die Fotografie vollendet ist. Ein nicht zufällig gewählter Zeitraum (er leitet sich von der Schöpfungsgeschichte, welche den Ursprung der Welt, des Lebens und der Menschheit beschreibt, ab). Es wurde direkt auf ein zuvor unter Rotlicht eingelegtes Stück Fotopapier belichtet. Dies geschah dadurch, dass beim Bau der Kamera in die Vorderseite ein winziges Loch mithilfe einer Stecknadel gebohrt wurde. Dieses Loch dient als Objektiv, das Licht durchlässt und so ein Bild auf dem Fotopapier entstehen lässt.
Geöffnet beim Beginn der Belichtungszeit und verschlossen am Ende, wird das Loch durch ein Stück schwarzes Klebeband. Bei dieser Kamera handelt es sich um eines der rudimentärsten fotografischen Verfahren, um ein Bild zu erzeugen.
Ein Projekt, welches sich fernab von KI und Handy, auch ganz bewusst bewegen soll. Heranwachsende junge Menschen waren mir in meiner Arbeit schon immer sehr wichtig. Wo immer es geht und meine Zeit zulässt, setze ich solche von mir erdachten Projekte gerne um. Es soll die Teilnehmer durch selbst geschaffene Kunstwerke mit Kunst in Verbindung bringen. Denn sie sind es, die übermorgen Kunst konsumieren und sich dafür begeistern!
Umgesetzt habe ich dieses Projekt gemeinsam mit der Mannheimer Künstlerin Inessa Siebert, mit der ich sehr gerne zusammenarbeite. Vielen Dank, Inessa, für deinen tollen Einsatz.
In dieser Größenordnung haben wir ein solches Projekt, welches 14 Bilder in der Größe 1 × 4 Meter und 28 Bilder in der Größe 1 × 3,50 Meter umfasst, noch nie umgesetzt. Eine echte Herausforderung, da ein Teil der Kunstwerke in 15 Meter Höhe vom Kirchenschiff abgehängt werden musste.
Eröffnet wird die Ausstellung
Ein herzliches Dankeschön an Dekan Axel Brecht, der dieses Projekt mit Herz und eigener Tatkraft unterstützt hat. Einen Großspender, welcher nicht genannt werden möchte, der sehr großzügig 5000 Euro für die Materialkosten gespendet hat, und zum Schluss dem gesamten Team der Pfarrei Maria Himmelfahrt, allen voran Arthur Kessler, sowie den Eltern der Kinder und Schülerinnen.


