Ausstellungseröffnung "Die Stille in Dir" im Forum Alte Post am 10.09.2026

Am Donnerstag, den 10.09.2026, um 19 Uhr wird unsere Ausstellung „Die Stille in Dir“ im Forum Alte Post in Pirmasens, mit einer Vernissage eröffnet. In die Ausstellung wird der Kulturjournalist Dr. phil. Oliver Bentz einführen. Eine besondere Ehre ist für mich, dass das Lulu-Weiß-Ensemble spielen wird, mit dessen Musik mich persönlich sehr viel verbindet. Heute wurde zum Presserundgang eingeladen, welcher auf reges Interesse von Seiten der Journalisten gestoßen ist.
– Die Stille in Dir – eine Gemeinschaftsausstellung zusammen mit Arbeiten der Mannheimer Künstlerin Inessa Siebert. Wir kennen uns schon lange und als ich von der Stadt Pirmasens eine Ausstellung angeboten bekommen habe, fragte ich ganz spontan Inessa, ob wir hier nicht kooperieren sollen.
Für mein Dafürhalten eine sehr harmonische Ausstellung. Integriert in unser Konzept ist das Ergebnis eines Workshops mit einer 5. Klasse des Hugo-Ball-Gymnasiums in Pirmasens. Dort haben wir aus Getränkedosen mit den Kindern Kameras gebaut. Das Ergebnis ist wirklich überwältigend. Während der Ausstellungsdauer werden wir noch zwei weitere Workshops mit Kindern machen. Die Ergebnisse hiervon in die laufende Ausstellung integriert, sodass immer neue Bilder zu besichtigen sind. Ich möchte hier nicht zu viel vorgreifen, damit Sie gespannt sein dürfen, was Sie weiterhin erwartet.
Das Forum Alte Post, auch wenn man es vielleicht nicht direkt in Pirmasens erwarten würde, ist einen Besuch in jedem Fall wert. Denn außer unserer Ausstellung sind im gleichen Haus das Museum des Malers Heinrich Bürgel und das Hugo-Ball-Museum untergebracht. Gerade Hugo Ball dürfte ja vielen ein Begriff im Zusammenhang mit dem Dadaismus sein, dessen Mitbegründer er war.
Ein weiterer Programmpunkt wird ein Yogaabend sein. In der Ausstellung sein. Zurück zum Ausstellungstitel „Die Stille in Dir-
Der einlädt, in ihren eigenen Kosmos abzutauchen und fern von allen äußeren Ablenkungen sich selber ein Stück näher zu kommen und ganz bei sich selbst zu sein, um so der Seele zu signalisieren: „Ich nehme mir Zeit für Dich”.
Das völlig ansatzlose Gehen in der Natur, um Objekte auf sich zukommen zu lassen, die hier in der Ausstellung gezeigt werden, ist für mich poetische Praxis, künstlerische Intervention in der Gegenwart und Weigerung, stillzustehen. Ein Stolpern auf den Spuren des eigenen, bereit sein, sich zu verlaufen, nur um den Weg wiederzufinden.
Auch Thomas Bernhard betrachtete das Gehen nie bloß als Fortbewegung, sondern als eine Denkform. Schritt für Schritt entfaltet sich ein innerer Monolog, der sich an der Bewegung entzündet, sich steigert, ins Stocken gerät und dadurch wieder neu ansetzt. Gehen bedeutet bei ihm, sich der Welt auszusetzen und sich zugleich von ihr zu entfernen. Es ist ein rhythmischer Prozess zwischen Kontrolle und Kontrollverlust.
„Die Stille in Dir“ soll ein tiefes Vertrauen auf den Urgrund unseres Seins schaffen, das innere Ruhe und Geborgenheit schenkt.