Ich bin nicht mehr auf Instagram zu finden

27/10/2026

Es hat lange gedauert (ganze 2 Jahre), bis ich mich dazu entschließen konnte, Instagram den Rücken zu kehren, da man ja so krass zwischenzeitlich darauf konditioniert ist, man könnte irgendetwas verpassen, wenn man nicht täglich mindestens einmal hereinschaut. Ehe man sich umsieht, ist aus dem Mal kurz hereinschauen locker eine halbe Stunde, wenn nicht sogar mehr, geworden. Vor allen Dingen dann, wenn man selbst die Welt mit Neuigkeiten aus seinem eigenen Universum versorgt hat.

Das hat mir ganz deutlich gezeigt, dass ich damit nicht umgehen kann, und das wollte ich abstellen. Mir ist meine Zeit einfach zu schade geworden, für so einen, wie ich zwischenzeitlich denke, Platz von sehr vielen Belanglosigkeiten. Obwohl man zwischendurch die ein oder andere Perle, die es zum Glück dort auch noch gibt. Das sind dann meist die Menschen, die 376 sogenannte Follower haben. Danach folgt dann ein Profil, gespickt mit Belanglosigkeiten und 171274 Followern, und danach noch eines und noch eines………

Als ich gepostet habe, dass ich Instagram verlasse, haben mich viele Zuschriften erreicht von Menschen, die sich die Dinge, die ich veröffentlichte, doch genauer angesehen haben und sich dafür anscheinend auch Zeit genommen haben. Mit diesen Menschen werde ich auch darüber hinaus sicher über meine Homepage oder sonst wie in Kontakt bleiben. Die, die mal schnell beim Drüberwischen ein Herzerl verteilt haben, ist es wahrscheinlich egal, ob ich jetzt da oder dort oder hier bin. Das ist eh nur oberflächliches Blabla, auf das ich gerne verzichten kann.

Andere Künstler schrieben mir und meinten: „Gut, dass Du diesen Schritt gehst, ist für Dich bestimmt besser. Instagram ist eh schädlich, das weiß man ja. Nur selbst sind Sie natürlich immer noch auf Instagram. Dies ist genau der Punkt, den ich einfach nicht verstehen kann, selbst wenn ich noch so lange darüber nachdenke … Das konnte ich auch bei mir selbst lange Zeit gar nicht nachvollziehen, denn Instagram:

Belastet die Psyche. Studien zeigen einen Zusammenhang durch Social-Media-Konsum und Symptomen wie Ängsten, Stress, verminderter Konzentration und depressiven Verstimmungen.
Der ständige Strom an kurzen Reizen überschwemmt das Belohnungssystem des Gehirns. Eigentlich ganz normale, langsame Tätigkeiten wie z.B. Lesen oder Handarbeiten wirken dadurch schnell langweilig. Und on top sammelt Meta umfangreiche Nutzerdaten. Zudem ist die Plattform inzwischen stark mit Werbung, Spam und Fehlinformationen durchsetzt und wirkt manipulativ.

Wie gesagt, ich bin selbst dort fleißig mitgeschwommen und habe mir sonst was davon versprochen.
Jetzt habe ich mehr Zeit, die ich hoffentlich sinnvoll nutze, zum Beispiel mit dem Hund spielen. Das wunderbare, schon etwas ältere Portrait von Emil & mir hat Kirsten auf Gut Rensow gemacht.